Gesellschaftsausflug am 14. September
Unser Gesellschaftsausflug führte uns - wie vom ehemaligen Vergnügungswart Hans Hartung schon zum Jahresbeginn geplant - und ohne inhaltliche Veränderungen ins Fränkische Weinland.
25 Teilnehmer hatten sich diesmal gemeldet, um mitzufahren, leider reichte die Zahl der Beteiligten nicht aus, um die Fahrt zu einem insgesamt kostendeckenden Ereignis werden zu lassen, obwohl der Termin frühzeitig bekanntgegeben worden war und (zum Glück) auch einige Nichtmitglieder sowie zahlreiche Angehörige unserer Mitglieder mitgefahren sind.
Claus Kulla freut sich schon auf das HandwerksmuseumUm kurz vor 8 Uhr hatten sich bereits alle Fahrgäste am Schützenhaus eingefunden. Pünktlich zur verabredeten Zeit traf der für ca. 50 Fahrgäste ausgelegte Omnibus der Fa. Rombs aus Weißenburg ein, unser Fahrer namens "Klaus" verließ mit den Teilnehmern schon nach wenigen Minuten und bei trüber Witterung und leichtem Sprüregen unseren gemeinsamen Treffpunkt mit dem Ziel Mönchsontheim.
Bereits nach gut einer Stunde Fahrzeit erreichten wir den Abstellplatz für den Bus. Die wenigen Wolkenfetzen hatten sich bereits aufgelöst, und die Teilnehmer nahmen den 5 minütigen Fußweg zum Bauern- und Handwerkermuseum gern in Kauf, in dem uns eine in jeder Weise sehr beeindruckende Führung durch das von einem Förderverein 1975 gegründete "Kirchenburgmuseum" erwartete. Mittelpunkt des beschaulichen Museums, das dem Besucher einen lebendigen Eindruck der Lebensumstände des 15. - 18. Jahrhunderts vermittelte, ist die liebevoll restaurierte Pfarrkirche, die die lange Zeit seit ihrer Fertigstellung im Jahre 1688 bis heute nahezu unbeschadet überstanden hat und in der den Teilnehmern der Alltag der Bewohner damaliger Zeiten eindrucksvoll und fachkundig erläutert wurde. Wir besuchten gemeinsam die Schulräume, die in diesem Ort noch bis 1981 für Grundschulklassen genutzt wurde, konnten uns einen Eindruck vom Rathaus und der darin befindlichen Backstube machen, die erst im Jahr 1957 nicht mehr wirtschaftlich rentabel betrieben werden konnte und ließen uns die Bauweise von Fachwerkhäusern demonstrieren, denn ein etwas abgelegenes Objekt, das vor ein paar Jahren noch bewohnt war, wird derzeit originalgetreu und mit den damaligen Mitteln aufwändig renoviert.
Bäckerei im Rathaus, sie wurde bis 1957 noch betriebenUm 11 Uhr verließen wir unser erstes und interessantes Fahrtziel schon wieder, obwohl die Zeit zu kurz war, um alle sehenswerte Gebäude und Einrichtungen dieses Freilandmuseums besucht zu haben. Die Fahrt führte uns nun nach Hellmitzheim, wo wir bereits nach einer knappen halben Stunde im dortigen Gasthof "Schwarzer Adler" zum gemeinsamen Mittagessen einfanden.
Portioniergerät zur Brötchenherstellung aus alter ZeitUm 13.00 Uhr verließen wir das Gasthaus gut gesättigt (das Angebot war preiswert und vielseitig), Ziel war eine Mainschifffahrt mit der Schute "UNDINE", auf der für unsere Schützen Tische reserviert waren. Der Veranstalter hatte (wie wir auch) mit mehr Teilnehmern gerechnet und deshalb den gesamten Bugbereich reserviert, ein ursprünglich für uns reservierter Tisch blieb trotzdem unbesetzt.
Beim Verlassen des Gasthauses vor der Fahrt zur Schute "UNDINE"Um Punkt 14.00 Uhr legte die Schute ab, unser Weg führte uns zunächst flußabwärts auf dieser insgesamt 1338 km langen, für Schiffe bis 110m Gesamtlänge mit Nutzlasten bis 2500 t befahrbaren Wasserstraße, die einen Gesamthöhenunterschied von 198m aufweist, der mittels zahlreicher Schleusenanlagen bei der vollständigen Passage zu überwinden ist. Die Fahrzeit beträgt bis zum Wendepunkt an einer dieser Schleusenanlagen ca. 45 Minuten. Hierbei wurden die Teilnehmer zufällige Zeugen eines Treffens für Amphibienfahrzeuge aus ganz Deutschland, von denen sich um diese Zeit gerade ca. 30 Besitzer dieser vor annähernd 30 Jahren gebauten sonderbaren Wasser- Landfahrzeuge zu einem Ausflug auf dem Main befanden...
Großer Andrang beim Betreten der Fahrgast-Schute "UNDINE"
Seltene Gefährte zu Wasser und auf dem Land (AmphiCars aus den 70er Jahren)Um 15.30 Uhr legte die Schute "UNDINE" wieder am Ausgangspunkt an, in unmittelbarer Nähe wartete bereits der Bus und wenige Minuten später setzten wir unseren Ausflug zum letzten Ziel des Tages fort, dem Ort Ulsenheim bei Neustadt, wo wir nach einer knappen Stunde Fahrt zum Abendessen - sowie zu einer geplanten Weinprobe - eintrafen (zumindest war dies so angekündigt worden). Doch von einer Weinprobe wußte der Gastwirt und Betreiber des Gasthauses "Schwarzer Adler" nichts. Weil das Interesse an der Weinprobe nicht allzu groß war, und der Wirt den Teilnehmern sowieso ein Glas seines Weins kostenlos verabreichte, verzichteten wir einvernehmlich auf diese Einlage, stattdessen wurden die Vesperplatten gereicht und wir aßen zu Abend.
Noch während des Abendessens traf ein Alleinunterhalter (Herr Leonhard Höhn aus Ippesheim) ein und vertrieb uns die Zeit mit zahlreichen Witzen und bekannter leichter Musik, hierbei verzichtete er ganz auf die sonst üblichen und gehörschädigenden Verstärkereinrichtungen, so dass dieser Beitrag am Ende des Ausflugs zu einem angenehmen und recht lustigen Tagesausklang beitrug.
Gegen 21 Uhr begaben wir uns auf unsere gemeinsame Rückfahrt dieses erlebnisreichen Tagesausflugs für Schützen und Nichtmitglieder, wir trafen gegen 22 Uhr wieder wohlbehalten am Schützenhaus ein, um sofort heimzufahren.
Kurz nach der Abfahrt, ein Blick in den Bus, in dem diesmal zu viele Plätze leer bliebenEs bleibt der Wermutstropfen, dass es diesmal, anders als in vielen anderen Jahren zuvor, leider nicht mehr Interessenten gab, so dass unter dem Strich ein Minus in der Vereinskasse zu verzeichnen ist. Dennoch - Ausflüge, die nicht kostendeckend durchgeführt wurden, gab es schon und wird es sicher auch weiterhin geben, doch sollte uns das nicht davon abhalten, auch zukünftig wieder Vereinsfahrten anzubieten, da derartige Veranstaltungen beinahe zu den letzten Gemeinsamkeiten geworden sind, die wir unseren Mitgliedern bieten. Vielleicht ist eine deutlich intensivere Reklame notwendig, wie wir dies von Hans Hartung gewöhnt sind, doch zum Bedauern vieler hat sich niemand unserer Mitglieder bereit gefunden, diese Aufgabe fortzuführen, so dass im kommenden Jahr möglicherweise ähnliche Probleme zu erwarten sind.
Ich danke allen, die an der Fahrt teilgenommen haben und die sich persönlich dafür eingesetzt haben, auch Interessierte ausserhalb unserer Gesellschaft zu gewinnen, um an unserem Vereinsausflug 2002 teilzunehmen.
1. Schützenmeister