Kirchweihumzug am 12. Oktober
Umzug erstmals in einer Live-Übertragung im Bayerischen Rundfunk
Ungewöhnlich war dieser Kirchweihumzug einerseits dadurch, dass der Zeitpunkt heuer um eine Woche später lag, als in den Jahren zuvor, ungewöhnlich war auch der Zeitpunkt der angemahnten Aufstellung, denn im Anschreiben des Liegenschaftsamtes hieß es, die Teilnehmer möchten sich doch bis spätestens um 9.00 Uhr am Aufstellungsort eingefunden haben.
Den Sportschützen des Schützengaues Fürth war diesmal heuer Aufstellungsplatz Nr. 35 zugewiesen, unmittelbar hinter den Gauschützen war der Aufstellungsort für die Schützen der KPSG Fürth reserviert. Mit Gauschützenmeister Karl Ultsch war verabredungsgemäß vereinbart, sich die Kosten für die bereit stehenden Würstchen und den auszuschenkenden Schnaps zu teilen, und so ging niemand leer aus, der sich zuvor etwas stärken wollte.
Um Punkt 10:50 Uhr eröffnete die Böllerschützenkompanie unter Leitung des Mittelfränkischen Böllerschützenreferenten Karl Heinz Kaiser aus Großhabersdorf den Kirchweihumzug offiziell mit den traditionellen "Reihenfeuern und Salutschüssen" von atemberaubender Qualität.
Der amiterende Schützenkönig Dieter Karl Ludwig und seine Gemahlin legten wie Erich Roth damals vor zwei Jahren Wert darauf, sich mit einer Pferdekutsche chauffieren zu lassen, die zum Glück in letzter Minute vor dem Abmarsch eintraf..
Mit 51 Teilnehmern war der Festzug der "Privilegierten" ähnlich gut (oder schlecht) besucht, wie in den zurückliegenden Jahren. Leider waren nur 8 Damen mit dabei, und diesmal beteiligten sich längst nicht so viele Jugendliche, wie im vergangenen Jahr. Aber es hätte durchaus schlechter kommen können, dann allerdings mit der Konsequenz, zukünftig nicht mehr als separate Festzuggruppe anzutreten, sondern im gemeinsamen Auftritt mit den Schützen des Schützengaus Fürth.
Und bei strahlend blauem Himmel waren die Schützen durch den gemeinsamen Auftritt mit denen des Schützengaus Fürth auch im Jahre 2003 wieder in einer durchaus respektablen Anzahl präsent.
Gegen 11:15 Uhr setzte sich der Festzug (etwas verspätet) in Bewegung, die Musikkapellen, die jeweils vor und hinter den Schützen positioniert waren, ließen allerdings ein "Klangwirrwarr" entstehen, das seinesgleichen sucht, wodurch das Marschieren im Gleichschritt wie so oft auch diesmal nicht so recht gelingen wollte.
Los ging's durch menschengesäumte Straßen; glaubt man den Reportern vom Bayerischen Rundfunk, die den Kirchweihumzug diesmal Live im Fernsehen austrahlten, dann sollen es sogar an die einhunderttausend Zuschauer gewesen sein. Jedenfalls waren diesmal bedeutend mehr Fürtherinnen und Fürther auf den Beinen als sonst, die den Teilnehmern des Festzugs freundlich zuwinkten und lebhaft Beifall klatschten, zumindest dann, wenn sich der Zug wieder einmal bewegte...
Denn wahrlich allzu oft kam der Festzug wieder ins Stocken, ohne Unterbrechung gelang es selten, eine Strecke von mehr als 200 m hinter sich zu lassen, und aus diesem Grund dauerte es fast eineinhalb Stunden Wegzeit, bis die Schützen mit vom ursprünglichen Aufstellungsplatz 36 an der Tribüne der Ehrengäste am Rathaus angelangt waren.
Der Bayerische Rundfunk hatte mehrere Kameras rund um die Tribüne postiert, auf der Tribüne selbst hatten sich auch diesmal sehr viele Prominente aus Fürth und der Region eingefunden, die den vorbeiziehenden Festzugteilnehmern überaus freundlich zuwinkten. Der 1. Schützenmeister erwiderte die Grüße der Ehrengäste auf der Festtribüne diesmal ganz besonders herzlich.
Nachdem sich der Festzug am Ende der Wegstrecke - dort, wo früher einmal das sogenannte "Fischerhäusla" stand - auflöste, zog es die meisten Teilnehmer unserer Schützen noch zum anschließenden Mittagessen ins Schützenhaus, das unser Wirt Nicki Schmidt zu diesem Anlaß in der gewohnten Weise präpariert hatte.
Der 1. Schützenmeister bedankt sich an dieser Stelle bei allen Schützenschwstern und Schützenbrüdern für die Teilnahme, so dass damit feststeht, dass wir von der Zahl der Teilnehmer betrachtet guten Gewissens auch im kommenden Jahr wieder in gewohnter Weise und als separate Festzuggruppe am Kirchweihumzug 2004 teilnehmen werden.
1. Schützenmeister