Jahresabschluss 2003
Mit 93 Teilnehmern war der Jahresabschluss in diesem Jahr relativ gut besucht, die Veranstaltung begann wie gewohnt auch diesmal gegen 19 Uhr mit dem üblichen Schweinebraten, für den die Gesellschaft jeweils am Jahresende die Kosten übernimmt.
Nach der besonderen Begrüßung des amtierenden Schützenkönigs Dieter Ludwig, unserem Schützenkommissar mit Gattin, dem Ehrenschützenmeister der anwesenden Ehrenmitglieder, der Damenkönigin, des Jugend-, Pistolen- und Altkönigs ließ der 1. Schützenmeister noch einmal die wichtigsten Ereignisse des zurückliegenden Schützenjahres Revue passieren.
Am Eröffnungsschießen nahmen am 12. Januar insgesamt 69 Mitglieder teil, die Einnahmen für die Gesellschaft beliefen sich während dieser Veranstaltung auf insgesamt genau 2400,- Euro, von denen 198,- Euro Einlagen waren. Wir danken unserem Ehrenmitglied Else Dorn auch diesmal wieder für die zuvorkommende Bezuschussung, ebenso unserem Ehrenmitglied Peppi Vogel und seiner Frau, sowie der freundlichen und uneigennützigen Förderung durch den Inhaber der Lederwarenfabrik Steinmann aus Nürnberg
Am 8. Februar fand zum zweiten Mal ein Kappenabend bei uns statt. Doch anders als im Jahr zuvor besuchten den letzten Kappenabend statt 80 Gäste diesmal lediglich 35 Personen, allerdings war nicht zu übersehen, dass die Fürther Geschäftsinhaber diesmal längst nicht so spendabel in Erscheinung getreten sind, wie im Jahr zuvor, eine Tombola gab es deshalb nicht. Und angesichts der geringen Zahl der Besucher unseres Kappenabends wird es bis auf Weiteres keine weiteren Veranstaltungen dieser Art mehr bei uns geben, da die Einnahmen die Kosten für Musik und Bewirtung bei Weitem nicht ausgleichen, was aus diesem Grund vor der Gesamtheit aller Mitglieder nicht mehr zu rechtfertigen ist.
An der letzten Jahreshauptversammlung nahmen 84 Mitglieder teil. Der 1. Schützenmeister informierte die Anwesenden, dass der Gesellschaft am Tag der JHV 2003 insgesamt 225 Mitglieder angehörten und erwähnte dabei auch die Neuwahlen, worin Claus Kulla mit überwältigender Mehrheit der abgegebenen Stimmen zum 2. Schützenmeister gewählt wurde. Claus Kulla übernahm das Amt des 2. Schützenmeisters von Franz Sax, der das Amt insgesamt 8 Jahre engagiert bekleidete, wofür sich das Schützenmeisteramt stellvertretend für die gesamte Gesellschaft bedankte.
Die Neu- bzw. Umbesetzungen führten zu einer veränderten Besetzung des Gesellschaftsausschusses, über die bereits in unserer Vereinszeitung berichtet wurde.
Die Vergabe der Ehrenmitgliedschaft an Frau Else Dorn zum Zeitpunkt des Jahresabschlussabends 2001 wurde erwartungsgemäß und ohne Gegenstimmen durch die Teilnehmer der Generalversammlung 2003 bestätigt, ebenso wurden die langjährigen und verdienten Schützen Rudi Baumbach und Robert Frisch ohne Gegenstimmen zu neuen Ehrenmitgliedern unserer Gesellschaft bestimmt. Weiterhin stimmten die Teilnehmer für die einschneidende Veränderung des Königsjahres, wonach die Gesellschaft einerseits Einsparungen bei der Durchführung des Königsjahres durchsetzt, andererseits durch Übernahme eines Teils der Kosten die Belastungen für einen Schützenkönig erträglicher werden lässt, da die Eigenbeteiligung der Schützenkönige bis auf Weiteres auf maximal 2000,- Euro limitiert worden ist.
Wie sich diese Änderung zukünftig entwickelt, wird sich nach Auswertung unserer Erfahrungen zeigen, jedoch dürfte die Ausgrenzung unserer weiblichen Mitglieder von der aktiven Beteiligung am regulären Vogelschiessen nur noch eine Frage der Zeit sein.
Weiter wurde der Fortführung unserer Schützenhausgaststätte auf Grundlage des bestehenden Pachtvertrages zugestimmt, wodurch unsere Gasthaus auf unbestimmte Dauer mit einer im Pachtvertrag geregelten Kündigungsfrist als eine der Öffentlichkeit frei zugängliche Wirtschaft von Nicki Schmidt und seinem Team zu unserer vollsten Zufriedenheit weitergeführt werden kann.
Das Eierschiessen fand vom 26.03. - 13.04.2003 mit 58 Teilnehmern statt, insgesamt wurden 680 Eier an die Schützen verteilt.
Am 4. Mai fand zum 3. Mal nach unserer Kegelbahnsanierung wieder ein Sponsorenstammtisch für verdiente Mitglieder statt, die entweder als Arbeitsdienstleistende oder als finanzielle Förderer oder als beides irgendwann einmal seit der Kegelbahnsanierung 2001 förderlich in Erscheinung getreten sind. Der 1. Schützenmeister kündigte bei dieser Gelegenheit bereits an, dass der Sponsorenstammtisch im kommenden am 16. Mai stattfinden wird.Am 25. Mai fand nach 5-jähriger Pause wieder ein Altkönigschiessen statt.
15 unserer 23 noch lebenden ehemaligen Schützenkönige oder Schützenkaiser kamen, um daran teilzunehmen.
Altkönig wurde Erich Roth mit dem 65. Schuss, er löste den bis dahin amtierenden Jupp Hoffmann nach 5 Jahren ab.
Der Königsabschied begann mit dem Königsabschiedsabend am 28. Juni, als sich die vielen zum Teil prominenten Gäste im Schützenhaus einfanden, um gemeinsam mit dem VII. Schützenkaiser Heinz Trabert dessen Kaiserjahres in aller gebührlichen Ehre zu beenden. Heinz Trabert hat der Gesellschaft während seiner Mitgliedschaft zum zweiten Mal ein denkwürdiges Jahr bereitet, das uns allen sicher noch lange in guter Erinnerung erhalten bleibt.
Das Vogelschiessen fand am Sonntag nach der Kaiserabholung und anschließendem Frühschoppen statt, nur knapp zwei Stunden später war es mit dem 105. Schuss von Dieter Karl Ludwig beendet, der damit als 169. Schützenkönig seit dem Jahr 1776 in die Annalen der Vereinsgeschichte unserer renommierten Schützengesellschaft eingeht.
Beim Jugendkönigschiessen am 13. September wurde Manuel Beck neuer Jugendschützenkönig, Schützenbruder Heinz Stempfhuber hatte auch diesmal - wie schon im vergangenen Jahr - wieder sehr großzügige Geldspenden für den neuen Jugendkönig sowie die Sieger der Pokalrunde zur Verfügung gestellt, wofür sich die Jugendleiterin und der 1. Schützenmeister bedankten.
Das Damenkönigschiessen am 14. September leitete Rüdiger Heinemann ersatzweise, da der 1. Schützenmeister wegen seiner Teilnahme am 17. Bayerischen Böllerschützentreffen in Rögling verhindert war. Mit dem 111. Schuss löste Erika Muhl Ulla Mörtel-Then ab und wurde neue Damenkönigin.
Am 27. September trafen die 25 Teilnehmer unseres diesjährigen Vereinsausflugs zu früher Morgenstunde am Schützenhaus ein um am Ausflug zu den Orten Kötzing, Arnbruck, Cham und Lohberg teilzunehmen.Am 12. Oktober kommandierte Böllerschützenreferent Karl Heinz Kaiser aus Großhabersdorf die vor dem Landratsamt angetretene Böllerschützenkompanie. Mit seinen mittlerweile traditionellen Reihenfeuern und Salutschüssen von atemberaubender Qualität eröffnete er gegen 10:50 Uhr offiziell den Kirchweihumzug 2003. Mit 51 Teilnehmern war der Festzug der "Privilegierten" ähnlich wie in den zurückliegenden Jahren besucht. Leider nahmen nur 8 Damen daran teil, auch waren längst nicht so viele Jugendliche mitgekommen, wie im Jahr zuvor.
Der 1. Schützenmeister erinnerte daran, dass unser diesjähriges Weinfest, das am 18. Oktober stattfand, ähnlich schlecht besucht worden war, wie der Kappenabend! 40 Gäste und Schützen waren gekommen, und obwohl der Musikant relativ preiswert ´musizierte, lagen die Einnahmen niedriger als die Ausgaben und waren damit nicht kostendeckend. Das Defizit von 250,- Euro lässt die Wiederholung eines Weinfests im kommenden Jahr voraussichtlich ebenso wenig zu, wie die Wiederholung des Kappenabends im Frühjahr.
Am 15. November fand im Schützenhaus unser Königsball statt, an dem insgesamt ca. 95 Gäste und Schützen teilnahmen, und den Ehrenschützenmeister Rüdiger Heinemann gemeinsam mit dem 2. Schützenmeister Claus Kulla leitete. Schützenkönig Dieter Ludwig überreichte der Gesellschaft sein Porträt und die Schützenscheibe. Bezüglich der von einigen Mitgliedern beanstandeten Musik wollen wir auch hier weitere Erfahrungen sammeln und zukünftig gern in unsere Festlegungen auf einen bestimmten Musikstil bzw. eine bestimmte Kapelle einfließen lassen.Das 31. Pistolenkönigsschießen fand am 22. November statt. 23 Schützen
und 2 Schützinnen nahmen daran teil. Neuer Pistolenkönig wurde Roland Zwack, Stefan Sellerer errang diesmal den von Hans Hartung gestifteten Wanderpokal.
Der 1. Schützenmeister bedankte sich beim Ehrenschützenmeister sowie beim 2. Schützenmeister für deren wertvolle Unterstützung. Ferner bedankte er sich bei Jugendleiterin Manuela Paul, die unsere Nachwuchsschützen in nicht zu beanstandender Weise erfolgreich trainiert und die Jugendgruppe sehr erfolgreich leitet, worüber sich der 1. und 2. Schützenmeister zuletzt im Rahmen der Weihnachtsfeier der LGF bei den Bürgerschützen in Weiherhof überzeugen konnten, als unsere Jugendlichen, allen voraus Melanie Hertel, Vanessa Eichinger und Daniel Schlett wieder zahlreiche Siegerplätze erreichten.
Ferner würdigte der 1. Schützenmeister in seiner Ansprache die bemerkenswert akkurate Kassenführung unserer Kassier, Frau Lore Fürst, die die finanzielle Basis unserer Gesellschaft erfolgreich bewahrt; bei allen Funktionsträgern im Ausschuss und im Schützenmeisteramt sowie bei unseren Sponsoren, denn im laufenden Jahr flossen über 7100 Euro Spendengelder in die Vereinskasse, zusätzlich gab es Sachwertstiftungen. eine namentliche Zusammenstellung unserer Sponsoren findet sich ebenfalls in dieser Ausgabe unserer Vereinszeitung.
Abschließend gab der 1. Schützenmeister den Anwesenden einen Bericht zum Stand des Projekts "Neuerrichtung eines Schützenhauses an anderer Stelle".
Hierbei erinnerte er daran, dass die Gelder für den Ankauf unseres Grundstücks für das Jahr 2004 bekanntlich vom Stadtrat bewilligt worden seien, doch wegen der fehlenden Akzeptanz eines für diesen geplanten Neubau geeigneten Grundstücks wurde die Auszahlung des 1. Teilbetrages für das Jahr 2004 vom Stadtrat zurückgestellt, die Realisierungspläne sind seither auch nicht in nennenswerter Weise weiterentwickelt worden.Nach wie vor ist der Plan, am Ort unseres Schützenhauses eine neue Feuerwehrwache zu errichten, unverändert. Die Planer gehen davon aus, dass unser Schießhaus und unsere Schiessanlagen abgerissen werden, und dass an diesem Ort Stellflächen und eine breite Ausfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge zur Kapellenstraße entstehen soll.
Die Anwesenden wurden darüber informiert, dass uns insgesamt zwei Grundstücke angeboten wurden, eines an der Kronacher Hardt, ein anderes in der Kapellenstraße nur wenige hundert Meter weiter zurück am Lindenhain, etwa dort, wo sich an der Kapellenstraße eine Jugendbegegnungsstätte befindet. Ob das Gelände, das uns dort als Ersatz für die Neuerrichtung unseres Schützenhauses angeboten wurde, flächenmäßig ausreicht, um die Schiessanlagen in gleicher Anzahl und in gleichen Abmessungen unterirdisch einzubringen, ist noch nicht sichergestellt, da die vom Bauamt angefertigten Pläne mit nicht vergleichbaren Normschießständen geplant wurden, die mit den Abmessungen unserer Schießstätte nicht übereinstimmen.
Das Grundstück an der Kronacher Hardt, worüber bereits in unserer letzten Vereinszeitung berichtet wurde, war im Herbst Ziel einer Besichtigung, es befindet sich bekanntlich westlich der A73 an abgelegener Stelle. Seitens der am Projekt beteiligten Schützen der KPSG Fürth besteht zu befürchten, dass das erfolgreiche Betreiben einer Gaststätte an diesem Ort nicht zu erwarten ist, weshalb wir dieser Standortwahl wesentlich skeptischer gegenüberstehen als die Schützen der SSG Dynamit, die sich in den zurückliegenden Jahren zu keiner Zeit wirtschaftlich ähnlich erfolgreich behaupten mussten, wie die Königlich privilegierte Schützengesellschaft Fürth.
Nachdem der Grunderwerb an der ursprünglich geplanten Stelle auf dem Gelände der Firma Dynamit aus Kostengründen nicht weiterverfolgt wird, bietet sich als alternatives Wunschgrundstück lediglich noch das Gelände an der Paul-Keller Straße Ecke Heilstättenstraße an, das Gelände, auf dem zurzeit die Bogenschützen Fürth und der ASV beherbergt sind, böte mit ca. 13000 m² ausreichenden Platz, um auf eigenem bzw. zugepachtetem Grund ein neues Schützenhaus zu errichten, auf dem auch den Bogenschützen einen Weiterverbleib garantiert wäre. Da OB Dr. Jung infolge der wirtschaftlich extrem angespannten Lage dieser Stadt das genannte Grundstück bevorzugt für die Wohnraumbebauung nutzen möchte, und bei dieser Nutzungsart mit deutlich höheren Verkaufserlösen rechnet, wurden die Ideen zum Bau eines Schützenhauses an diesem Ort bisher nicht weiterentwickelt,
Ein Ersatzgrundstück, für das mit der breiten Akzeptanz einer Mehrheit unserer Mitglieder gerechnet werden kann, wurde bisher noch nicht gefunden, aber unsere Mitglieder haben im Rahmen der kommenden Generalversammlung Gelegenheit, sich für oder Gegen die angebotenen Alternativen zu entscheiden. Nach einer Festlegung durch die Mitglieder wird über die abgelehnten Grundstücke nicht weiter verhandelt werden.
Der 1. Schützenmeister berichtete abschließend darüber, dass darüber nachgedacht werde, unsere Schiessanlagen und das Schützenhaus gegebenenfalls an diesem Ort zu belassen. Hierfür denken die mit der Bauplanung nicht besonders gut vertrauten Verwaltungsbeamten an den Bau einer Brücke, die als Zufahrt zur Kapellenstraße für die Feuerwehrfahrzeuge unverzichtbar wäre. Eine derartige Brückenkonstruktion wäre wegen der benachbarten TÜV-Prüfstätte unerlässlich, sie müsste die ungehinderte Zufahrt von Lastkraftwagen zu diesem Ort ebenso ermöglichen, wie zu unserem Schützenhaus. Da das Bauwerk von der Tragfähigkeit entsprechend ausgelegt sein muss, dass darüber die schweren Feuerwehrfahrzeuge rollen können, würde das Bauwerk zwangsläufig im Bereich der Durchfahrten durch die zu belassende lichte Höhe einen eher bogenförmigen Verlauf anstatt eine ebene Ausfahrt annehmen, die Fachleute vom Hochbauamt sehen weitere Probleme, die darin münden könnten, das geplanten Feuerwehranlagen und Einrichtungen zu verschieben, oder sich besser gleich für einen ganz anderen Standort zu entscheiden.
Über den Fortgang des Projekts sowie über alle inzwischen getroffenen Entscheidungen wird im Rahmen der nächsten Generalversammlung umfassend informiert und abgestimmt werden.
Ehrenschützenmeister Rüdiger Heinemann präsentierte den Anwesenden während der kurzen Pause bis zum Beginn der Preisverteilung des Viktualienschiessens die Portraits ehemaliger Mitglieder (Schützenkönige und Schützenmeister), die er während dieses und des vergangenen Jahres auf eigene Kosten liebevoll restaurieren ließ.
Leider stieß die Bitte nach Unterstützung dieser Restaurierungen auf wenig Resonanz bei den anwesenden Mitgliedern. Am Abend des Jahresabschlusses fand sich leider kein "Pate", der die Kosten zur Restaurierung der vielen noch bei Rüdiger Heinemann befindlichen Bilder übernehmen wollte, und die in den zurückliegenden Jahren zum Teil erheblich beschädigt wurden. Die Übernahme der Kosten für die Renovierung der Bilder durch die Gesellschaft ist uns wegen der ungewissen Zukunft unseres Eigentums und des zu erwartenden Finanzbedarfs, besonders im Fall eines Verbleibens an der jetzigen Stelle, vielleicht zu einem Teil möglich, keinesfalls aber in vollem Umfang, nicht einmal dann, wenn sich diese Kosten auf viele Jahre verteilen würden.Die nachfolgende Ehrung der sportlichen Erfolge unserer Mitglieder übernahm Sportleiter Stefan Sellerer, 2. Schützenmeister Claus Kulla teile sich mit Stefan Sellerer die Verteilung der Preise zum Viktualienschiessen 2003 an dem heuer insgesamt 71 Schützinnen und Schützen beteiligten.
1. Schützenmeister