Kaiserabschied und
Vogelschiessen 2003

Architekt Dieter Karl Ludwig wird Schützenkönig 2003

 

Zum Kaiserabschiedsabend hatte VII. Schützenkaiser Heinz Trabert die große Zahl der versammelten Gäste noch einmal zu einem zünftigen Abendessen ins Schützenhaus eingeladen, um anschließend nach einem kurzen Rückblick auf die Höhepunkte des zurückliegenden Jahres vom 1. Schützenmeister das Kaiserabzeichen in Empfang zu nehmen, das dem scheidenden Kaiser (bzw. einem scheidenden Schützenkönig) im Rahmen der üblichen Ehrung verdienter Mitglieder am letzten Abend der Regentschaft verliehen wird.

Viel Prominenz war auch diesmal dabei. Bürgermeister Hartmut Träger, der in Begleitung seiner Frau als offiziell geladener Gast erschien, vertrat OB Dr. Jung, der an diesem Abend leider verhindert war. Mit dabei war der CSU-Fraktionsvorsitzende im Fürther Stadtrat, Dr. Schmidt mit Gattin, Schützenkommissar und Stadrat Christoph Maier mit Gemahlin sowie der 1. Gauschützenmeister Karl Ultsch, der ebenfalls in Begleitung seiner Gattin gekommen war.

(von /von llinks) 2. Schützenmeister Claus Kulla, Erika und VII. Schützenkaiser Heinz Trabert neben dem 1. Schützenmeister Ulrich Ohle

Im Rahmen der traditionellen Ehrungen verdienter Mitglieder wurden am Kaiserabschiedsabend folgende Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft in der Gesellschaft und im BSSB geehrt:

  • Rudi Baumbach für 50 Jahre
  • Robert Bamberger für 40 Jahre
  • Wolfgang Erhart und Claus Kulla für jeweils 25 Jahre
  • Horst Kleinecke erhielt das neue Silberne Protektoratsabzeichen des DSB für seine Verdienste als langjähriger Archivar und sein bemerkenswertes Engagement im Zusammenhang mit der redaktionellen Aufbereitung aller Druckvorlagen zur Publikation unserer Vereinszeitung. Besonders erfreulich: Zwei verdienten langjährigen Mitgliedern wurde die Ehrenmitgliedschaft als Ausdruck höchstmöglicher Dankbarkeit für langjährige Verdienste zuerkannt, wie dies bereits in der letzten Generalversammlung im März dieses Jahres beantragt und einstimmig bewilligt wurde. So erhielten an diesem Abend Rudi Baumbach und Robert Frisch die Ehrenmitgliedschaft der ältesten Schützengesellschaft Fürths zuerkannt, womit beide Mitglieder unter anderem auf Lebenszeit von der Beitragspflicht befreit sind.

    (von /von llinks) 2. Schützenmeister Claus Kulla,Ehrenmitglieder Robert Frisch und Rudi Baumbach neben dem 1. Schützenmeister Ulrich Ohle

    Am Sonntag versammelten sich die Schützen nur wenige hundert Meter entfernt vom Wohnhaus des Kaisers, so wie dies seit 1832 üblich ist, um die amtierende Majestät an diesem Ort offiziell zu empfangen und ihn von dort auf dem Weg zum Schützenhaus zu begleiten, Mit dabei waren wieder etliche Prominente, und kurz vor 10 Uhr setzte sich der Festzug zu den Klängen der Marschmusik des Europa Festzugs Dietenhofen zum Wohnort von Heinz Trabert in Bewegung. Ein Ehrensalut unserer Böllerschützen im Garten des Anwesens unseres Schützenkaisers ließ das Ereignis bis weit über die Grenzen seines Grundstücks hinaus bekannt geben.

    im Garten des VII Schützenkeisaers Heinz Trabert nach dem Ehrensalut, als es noch ein Versorgungsgetränk für den beschwerlichen Marsch zum Schützenhaus gab

    Das Kaiserpaar hatte vorsorglich eine alkoholische Stärkung zur Einnahme aufgetischt, mit deren Hilfe der Marsch zum Schützenhaus unter Polizeibegleitung ein wenig erleichtert wurde. Die große Bekanntheit sowie die allseitige Beliebtheit des zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Schützenkaisers Heinz Trabert und seiner Frau Erika trugen sicher maßgeblich mit dazu bei, dass sich an diesem heißen Sommermorgen neben OB Dr. Thomas Jung, dessen Stellvertreter, dem 2. Bürgermeister Hartmut Träger, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD Markus Braun, dem Stadtrat und Ordnungsreferenten Christoph Maier und dem ehemaligen Leiter der Polizeidirektion Fürth, ltd. Polizeidirektor Wilfried Dietsch noch eine ganze Reihe weiterer prominenter Festgäste und Schützen zum Kaiserabschied im Schützenhaus eingefunden hatten, um ihn dort mit einem Ehrensalut zu empfangen und ihn gemeinsam mit seiner Frau in Begleitung zweier Polizeifahrzeuge zum Schützenhaus in die Kapellenstraße zu begleiten. Heinz Trabert hatte seine Festgäste und die Schützen ins Schützenhaus geladen, zu einem opulenten Frühschoppen, bei dem jeder auf seine Kosten kam - natürlich nicht auf die eigenen, denn der scheidende Schützenkaiser oder -könig übernimmt an diesem Tag bekanntlich alle anfallenden Kosten allein und in voller Höhe.

    Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Dr Thomas Jung (rechts) gretuliert dem VII. Schützenkaiser Heinz Trabert zu dessen Kaiserabschied

    Pünktlich wie immer begann um 15 Uhr das Vogelschiessen, das zum großen Bedauern der Anwesenden im Vergleich zu früheren Jahren unter einer deutlich geringeren Zahl von Teilnehmern stattfand. Nach den ersten 100 Schüssen wurde das Vogelschiessen für die übliche viertelstündige Pause unterbrochen, und nur wenige Schuss danach fiel der Vogel nach dem 105 Schuss krachend zu Boden. Erfolgreicher Schütze und damit neuer Schützenkönig wurde der 52-jährige Architekt Dieter Karl Ludwig, der unserer Gesellschaft am 1. November 1993 beitrat und der schon deswegen kein Unbekannter ist, da er uns seit November letzten Jahres beim Projekt "Neubau eines Schützenhauses an anderer Stelle" unterstützt. Die Namen unserer Schützenkönige und Schützenkaiser sind uns überliefert, seit Gottfried Zapf das Vogelschiessen am Sonntag, den 23. Juni 1776, erfolgreich beendete. Dieses denkwürdige Vogelschiessen liegt mittlerweile 227 Jahre zurück. Seither haben in der Königlich priv. Schützengesellschaft 183 weitere Vogelschiessen stattgefunden, denn längst nicht in jedem Jahr hat es ein Vogelschiessen gegeben. 169 Schützenkönige sowie 7 Schützenkaiser - sie waren jeweils zweimal Schützenkönig - führten die Tradition Gottfried Zapf's bis jetzt fort, um die Gesellschaft nach innen und außen für jeweils ein Jahr offiziell zu repräsentieren. Dies besonders zum Kirchweihumzug im Oktober, zum traditionellen Königsball sowie zum Gauehrenabend im November, aber auch bei allen gesellschaftsinternen Veranstaltungen, die der amtierende neue Schützenkönig und begeisterte Jäger Dieter-Karl Ludwig noch vor sich hat, bis er zum nächsten Sommeranfang selbst von seinem Wohnhaus abgeholt wird. Aber bis dahin dauert es ja noch ein Jahr.

     

    Der 169. Schützenkönig Dieter Karl Ludwig mit Gattin (2. u. 3. von links) und Rosenstrauß

    Herzlich beglückwünschte die noch im Anschluss an das Vogelschiessen eingetroffene Landtagsabgeordnete, Frau Petra Guttenberger, dem neuen Königspaar - und auch wir Schützen wünschen Dieter-Karl Ludwig und seiner Frau für das vor ihnen liegende Königsjahr sehr viel Glück und Freude!

    1. Schützenmeister

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