Jahreshauptversammlung 2004

Mit 68 Teilnehmern war die JHV 2004 diesmal
schlechter besucht als im Jahr zuvor

 

Zur Generalversammlung erschienen diesmal erheblich weniger Mitglieder, als im Jahr zuvor.

Dennoch, mit 68 Teilnehmern fand sich mit Ausnahme des vergangenen Jahres eine ähnliche Zahl Interessierter im Schützenhaus ein, wie in zurückliegenden Jahren, schließlich ging es um die Bestätigung des 1. Schützenmeisters für eine weitere Amtsperiode, die Neuwahl des Sportleiters, die Umbesetzung des stimmberechtigten Ausschusses, die Wahl zusätzlicher Ersatzmitglieder für den Gesellschaftsausschuss, die Abstimmung über das Recht zur aktiven Beteiligung weiblicher Mitglieder am Vogelschiessen und um die Information, wie es im Projekt "Neubau eines Schützenhauses an anderer Stelle" weitergeht.

Im einleitenden Bericht des 1. Schützenmeisters wurde den Besuchern der JHV nach der Totenehrung zunächst ein Überblick über die aktuelle Mitgliedersituation unserer Gesellschaft gegeben. Im Anschluss daran wurden die Teilnehmer wie gewohnt an die wichtigsten Ereignisse des zurückliegenden Jahres erinnert.

Mitgliedersituation

Der Gesellschaft gehörten am Tag der JHV 2004 insgesamt 219 Mitglieder an, damit ist die Zahl der Mitglieder seit der letzten Generalversammlung um insgesamt 6 Mitglieder erneut zurückgegangen.


Unserer Gesellschaft gehören am 17.3.2004 an:


Mitglieder weiblich: 54
Mitglieder männlich: 165
darin eingeschlossen 11 Zweitmitglieder
anderer Hauptvereine
Mitglieder unter 18 Jahren: 18
Jugendliche < 18 weibl.: 8
Jugendliche < 18 männl: 10


Der durchschnittliche Altersdurchschnitt aller Mitglieder lag zum Zeitpunkt unserer JHV 2004 bei rechnerischen 52,5 Jahren. Abermals stieg das Durchschnittsalter unserer Mitglieder an, diesmal erheblich - um durchschnittlich 2 1/2 Jahre! Er liegt damit nach wie vor rund 10 Jahre oberhalb des statistisch ermittelten Altersdurchschnitts aller Bundesbürger.

Wichtigste Ereignisse 2003

Ausführliche Hinweise auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres finden Interessierte auf unseren Internetseiten, an die der 1. Schützenmeister in seinem Bericht nochmals im Einzelnen erinnerte.

Nachdem der Sportleiter bekanntlich aus persönlichem Grund und zum ausdrücklichen Bedauern des Schützenmeisteramts und der Mitglieder nach nur 2 Jahren hauptamtlichem Engagements von seinem Amt zurücktrat, mußte ein neuer Sportleiter gewählt werden. Dieter Karl Ludwig, amtierender Schützenkönig erklärte sich bereit, das Amt übernehmen zu wollen. Doch zuvor bedankte sich der 1. Schützenmeister in Vertretung der gesamten Gesellschaft für die geleistete Arbeit und überreichte Stefan Sellerer die Silberne Vereinsnadel für besondere Verdienste sowie ein Präsent zur bleibenden Erinnerung.

Nach den Berichten des 2. Schützenmeisters und des Sportleiters, der in seiner Abschiedsrede zum wiederholten Mal auf die Erfordernis zur Forcierung der sportlichen Komponente unserer Gesellschaft hinwies, und nach dem Bericht unserer Jugendleiterin, die in ihrem Beitrag die herausragenden Leistungen eines Teils unseres Schützennachwuchses besonders herausstellte, und in diesem Zusammenhang vor allem Melanie Hertel, Vanessa Eichinger und Daniel Schlett namentlich hervorhob, folgte der Kassenbericht mit anschließender Entlastung der Kassier und der Vorstandschaft.

Der Schützenmeister bedankte sich für die nicht zu beanstandende Kassenführung bei Lore Fürst, zumal diese Nebentätigkeit ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Akkuratesse erfordert, unverzichtbare Attribute, die Lore Fürst's Beitrag für die Gesellschaft bewiesenermaßen seit ihrer Amtsübernahme auszeichnen.

Im Anschluß daran fanden dann die Wahlen statt.

Der 1. Schützenmeister wurde mit eindrucksvoller Mehrheit der abgegebenen Stimmen für weitere 2 Jahre im Amt bestätigt.

Mit der Wahlleitung wurde Ehrenschützenmeisters Rüdiger Heinemann beauftragt, die Wahlen führten zu verschiedenen Neu- bzw. Umbesetzungen des Schützenmeisteramtes und unseres Gesellschaftsausschusses.

Die Veränderungen entnehmen Sie bitte der aktualisierten Aufstellung über die Neubesetzung des Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses.

Weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die erneute Abstimmung zur Festlegung über die aktive Beteiligung unserer weiblichen Mitglieder am Vogelschiessen. Nachdem sich die Generalversammlung bereits im Jahr 1958 damit beschäftigte, und damals mit Begründungen, über die Schützenbruder Helmut Bertold an diesem Abend informierte, den Damen die aktive Beteiligung am Vogelschiessen verwehrte, haben sich die Mitglieder diesmal eindeutig dafür ausgesprochen, den Schützinnen unserer Gesellschaft nach mehr als 320 Jahren Zurückhaltung in diesem Jahr erstmals das Recht zuzugestehen, sich zu gleichen Bedingungen wie unsere männlichen Mitglieder aktiv am Vogelschiessen zu beteiligen!

53 Zustimmungen, 12 Gegenstimmen und nur 2 Enthaltungen:
Damit fiel das Votum der Teilnehmer eindeutig und klarer als vermutet aus! Mit dieser Abstimmung haben sich die Mitglieder der Gesellschaft zur Freude vieler Anwesender und der allermeisten weiblichen Mitglieder endgültig vom ersatzweisen Damenkönigschiessen verabschiedet, das bei uns seit 1991 insgesamt nur 12mal stattgefunden hat und das im Vergleich mit dem regulären Vogelschiessen allenfalls ein zweitrangiges Schattendasein führte.

Es wäre schön, eventuell bereits in diesem Jahr bei uns erstmals eine Schützenkönigin begrüßen zu können, deren Portrait damit der Nachwelt als 1. weibliche Majestät unserer renommierten Schützengesellschaft auf Dauer in Erinnerung bliebe.

Aktueller Stand zum Neubau eines Schützenhauses an anderer Stelle

Die Vielzahl der Tagesordnungspunkte machte es erforderlich, die Information zum aktuellen Stand des Projekts mit geplantem Umzug an einen anderen Ort ans Ende der Veranstaltung zu stellen.

Einleitend zu diesem Thema informierte der 1. Schützenmeister die Anwesenden, dass die Vereinigung mit den Schützen der SSG Dynamit in Anbetracht der begleitenden Umstände zur Zeit nicht weiter verfolgt werde.

Den Anwesenden wurden die Vor- und Nachteile aller 4 Varianten (Kronacher Hardt, ASV Gelände an der Heilstätten Siedlung, Lindenhain und des geplanten Sportzentrums in der Kapellenstraße) anschaulich aufgezeigt. In diesem Zusammenhang informierte der 1. Schützenmeister die Anwesenden darüber, dass die Bayerische Staatsregierung lt. Aussage des Fraktionssprechers der CSU Joachim Herrmann am Rande des 54. Mittelfränkischen Schützentags in Erlangen keine Bezuschussung mehr für Sportstätten leisten werde. Ein Umstand, der die Bereitschaft unserer Mitglieder zur Aufgabe des bisherigen Standortes nachteilig beeinflußt! Die Unkenntnis der zu erwartenden Kosten für den Erwerb eines möglichen Teileigentums im geplanten Sportzentrum trugen zur Bereitschaft bei, dass sich die Anwesenden noch nicht von den ursprünglichen Planungen für diesem Ort verabschieden wollten.

Nach wie vor wurde keine Entscheidung für oder wider den Neubau an einem der aufgezeigten alternativen Standorte gefällt. Allerdings dürfte die weitere Verfolgung der Planungen für die Standorte am Lindenhain bzw. auf dem ASV-Gelände ohne nennenswerte Aussicht auf Erfolg sein. Alles ist und bleibt weiter offen, wie dies auch unser Schützenkommissar Maier vorschlug. Allerdings ist die Bereitschaft unserer Mitglieder zur Aufgabe des angestammten Schützenhauses durch die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, jegliche Zuschüsse zum Bau von Sportstätten bis auf nicht absehbare Dauer zu streichen, eher gesunken.

Die endgültige Entscheidung soll zu einem späteren Zeitpunkt fallen, wenn deutlicher sichtbar geworden ist, wie hoch die zu erwartenden Kosten sein werden, um wie bisher einen eventuellen Wegzug noch unter dem Aspekt weiter verfolgen zu können, dass sich an einem anderen Standort wieder ein neues Schützenhaus ähnlicher Dimension wie am bisherigen Ort ohne eine unvertretbare Schuldenaufnahme verwirklichen läßt.

Sofern dies nicht zu erwarten ist, werden die Schützen ihr angestammtes Schützenhaus in der Kapellenstraße unter keinen Umständen aufgeben!

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