Festzug
zur
Michaeliskirchweih 2004
Schönes Wetter trotz gegenteiliger Prognosen
Mit einem langsamen Reihenfeuer von nahezu perfekter Gleichmäßigkeit eröffneten die 14 Böllerschützen unter Leitung von Karl-Heinz Kaiser aus Großhabersdorf um Punkt 10:50 Uhr den Festzug zur Micheliskirchweih 2004.
Obwohl die direkte Sicht zur Grünfläche vor dem Landratsamt, an dem das Böllerschiessen mit Hand- und Schaftböllern regelmäßig durchgeführt wird, durch mehrere dort geparkte Lastkraftwagen erheblich beeinträchtigt war, tat dies dem akustischen Gesamteindruck des mittlerweile schon traditionellen Böllerschiessens anläßlich des Kirchweihumzugs keinen Abbruch! Im Gegenteil - der abschließende Salut war von einzigartigartiger Präzision, was die umstehenden Zuschauer mit lang anhaltenden, freudigen Beifallsbekundungen quittierten.
Die excellenten Böllerschützen auf dem Festwagen (am Sammelplatz Nr. 83)
Die aktuellen Vorhersagen der Wetterberichte prognostizierten für diesen Sonntag übereinstimmend alles andere als gutes Wetter! Und am frühen Morgen hing über dem Norden Fürths ein tiefliegendes, durchgängig bleigraues Wolkenband, weshalb für viele Teilnehmer die Mitnahme ihrer Schirme unverzichtbar schien, doch der Süden Fürths war vollkommen wolkenfrei. Das schöne Wetter setzte sich mehr und mehr durch, als Hans Reif, unterstützt von Walter Hecht, die großen Töpfe mit heißen Würstchen, die Semmeln, unsere Fahne und all die anderen notwendigen Utensilien in seinem Lieferwagen verstaute.
Die vor dem Finanzamt versammelten Schützen
Der Aufforderung der Koordinatoren, spätestens um 9 Uhr vollständig am Abmarschort in der Herrenstraße versammelt zu sein, folgte so gut wie kein Verein, was keine Überraschung war. Schon um Vorjahr gab es diese - für niemanden nachvollziehbare Aufforderung der Koordinatoren, die allenfalls mit einer gewissen Hektik zur geplanten Live-Ausstrahlung im Bayerischen Fernsehen zu erkären gewesen wäre. Denn wie immer sollte sich der Festzug ja bekanntlich erst gegen 11 Uhr in Bewegung setzen.
2 Altkaiser (Trabert + Pomerance) und der Altkönig (E. Roth) im Gespräch zum heutigen Tagesablauf mit Uschi Kulla und Erika Trabert
Standort Nr. 26 war diesmal für die Schützen des Schützengaus Fürth unter Führung des 1. GSM Karl Ultsch reserviert, unmittelbar hinter ihnen versammelten sich unsere Schützen, und bei Ankunft gab's wie immer vor dem Abmarsch Bier und heiße Würstchen - finanziert vom Schützenkönig und dem Schützengau Fürth für deren Teilnehmer.
Der Festzug ist wieder einmal zum Stillstand gekommen, leider allzu häufig an diesem Tag.
Als sich um kurz nach 11 Uhr der Festzug langsam in Bewegung setzte, kam es schon nach wenigen Sekunden zum ersten Stau. Angeführt wurde unsere Festzuggruppe von unseren Vogelträgern, Matthias Fürst und Alexander Hertel, gefolgt vom Fahnenträger, unseren Damen, dem Königspaar Robert Fürst und Gattin Lore, den Mitgliedern des Vorstands und den Schützen. Und urplötzlich stand der Festzug wieder, nichts ging mehr!
Anders als bei den bekanntermaßen gut organisierten Festzügen der Bayerischen Landeshauptstadt war dieser Fürther Festzug leider von ständigen, teils mehrminütigen Pausen begleitet - ein nervenzehrendes "stop and go", das erst an der Tribüne der Ehrengäste vor dem Rathaus endete. Möglich, dass die permanenten Unterbrechungen des Festzuges mit ins "geplante Programm" gehörten, schließlich begann die Liveübertragung ja erst um 11:45 Uhr, und vorher sollte halt keine Festzuggruppe am Rathaus eintreffen...
nur 7 Damen im Festzug (gerade einmal 12% unserer weibl. Mitglieder)
Dem Vernehmen nach hatten sich diesmal wohl noch mehr Zuschauer eingefunden, um den Festzug live vor Ort mitzuerleben, als im Jahr zuvor. Und die Teilnehmer wurden von der Bevölkerung wie immer herzlich begrüßt - winkende Menschen, freundlicher Applaus von allen Seiten!
Nachteilig für einen geordneten Marsch durch die Stadt war ferner, dass die zwei benachbarten Musikkapellen von unserer Festzuggruppe doch noch zu weit entfernt waren, und dass sich die Musikbeiträge beider Kapellen an unserer Position so unschön mischten, dass an Gleichschritt nicht zu denken war.
Schützenkönig Robert Fürst während einer der unzähligen Pausen
Der 1. Schützenmeister begrüßte die auf der Tribüne vor dem Rathaus anwesenden Ehrengäste, allen voran Oberbürgermeister Dr. Jung und seinen Stellvertreter, Bürgermeister Hartmut Träger, Frau Landrätin Dr. Pauli, Frau MdL Petra Guttenberger, dem Alt-OB Uwe Lichtenberg und viele andere, namentlich mehr oder wenige bekannte Politiker aus Fürth und unserer Region im Vorbeimarsch.
Die Präsenz des Fernsehens war nicht zu übersehen. Teils waren die Kameraleute auf den Auslegern extra herangeschaffter Kranwägen postiert, andere hatten sich stabile Gerüstkonstruktionen aus Stahlrohren zusammengestellt, um möglichst gute Aufnahmen für die Liveübertragung im Fernsehen einfangen zu können.
Unsere erst vor wenigen Tagen gereinigte Fahne, sie wird getragen von Thomas Irmler
Der Festzug löste sich nach dem Passieren der Ehrentribüne wie immer etwa vor der Stadthalle auf. Einige Teilnehmer verließen den Ort unmittelbar danach, um sofort heimzufahren, andere begaben sich noch zum Schützenhaus in der Kapellenstraße, um dort in aller Ruhe zum Mittag zu essen, oder um genüßlich ein Weizenbier, ein Pils oder ein Bier zu konsumieren.
1. Schützenmeister