Vereinsausflug nach Passau

Einen abwechslungsreicher Tag für 41 Schützen und ihre Gäste

 

Wie schon in den Jahren zuvor trafen sich die Teilnehmer unserer beliebten Vereinsausflüge abermals zu früher Stunde, und bereits pünktlich wie vereinbart setzte sich um 7.00 Uhr unser Bus der Fa. Rombs vom Schützenhaus aus in südöstliche Richtung in Bewegung, um die Teilnehmer vor dem eigentlichen Fahrtziel "Passau" zunächst zur Klosterabtei nach Niederaltaich zu chauffieren.

Die Organisation des diesjährigen Vereinsausflugs oblag unserem 2. Schützenmeister, der sich neben der Auswahl der Reiseziele ebenso vorbildlich um die Auswahl des Ersatzziels gekümmert hat, da das Kloster Meppen wegen einer gleichzeitigen Veranstaltung nicht mehr in Frage kam und wofür vom 2. Schützenmeister der Besuch in der "Abtei Niederaltaich" vorbereitet wurde. An dieser Stelle vorab ein herzliches "Dankeschön" - stellvertretend auch im Namen aller Mitreisenden - an unseren 2. Schützenmeister, Claus Kulla!!!

Mit 41 Teilnehmern blieb diesmal nicht einmal ein einziger Sitzplatz frei

Im funkelnagelneuen Reisebus, der buchstäblich bis zum letzten Platz besetzt war, verlief die Reisezeit fast wie im Flug.

Ankunft unserer Reisegruppe am Kloster Niederaltaich

Bereits kurz nach 9 Uhr traf unsere Reisegruppe am Parkplatz vor der 791 gegründeten Klosterabtei ein, jenem Reiseziel, das kurzfristig von uns als Ersatz für den Besuch des Klosters Meppen akzeptiert wurde: Im Kloster Meppen fand nämlich am selben Tag ein von unzähligen Besuchern aufgesuchtes Pilgertreffen statt, das am Beginn unserer Reiseplanung partout nicht vorhersehbar war. Das Wetter war alles andere als einladend, je weiter uns unser Weg nach Süden führte, desto bewölkter wurde es leider.

Unser Busfahrer, seit Berufseinstieg stets unfallfrei unterwegs

Kurz nach Eintreffen an der Abtei Niederaltaich besuchte unsere kleine Reisegruppe die Verkaufsräume der Abtei, in der zum großen Teil selbstproduzierte Waren der Mönche zum Kauf angeboten werden.

Die 2 markanten Kirchtürme der Abtei Niederaltaich

Nach etwa 15 Minuten begrüßte der aus Siebenbürgen stammende Reiseführer Dr. Roland Schroth unsere bunt gemischte Reisegruppe, die sich größtenteils aus Schützen und deren mitgebrachten Bekannten zusammensetzte.

Die äußerst lehrreichen Informationen zu den Ursprüngen der gotischen und barocken Architektur, deren kunstvoll vereinigte Elemente in der Abtei stilvoll vereinigt sind, beeindruckte die Teilnehmer sichtlich. Sehr früh übernahm das Kloster die Architektur der Gotik. Abt Hermann, zugleich ein berühmter Historiker, und fünf Nachfolger errichteten von 1260 bis 1326 die neue Klosterkirche als einen der größten Hallenbauten dieser Zeit im ganzen Donauraum. Die heutige Pfarrkirche ist zugleich Symbol für eine im 14. Jahrhundert recht ungewöhnliche Blüte benediktinischen Lebens. Die Tatkraft der Abtei dokumentierten auch ihre Rodungen im Böhmerwald.

Fesselnd, interessant und informativ zugleich - Erläuterungen zur Historie der Abtei von Benediktiner Dr. Schroth

Im Gegensatz zu den anderen bayerischen Benediktinerklöstern erlebte Niederaltaich seine Phase des geistlichen Niedergangs im 15. Jahrhundert. Die Reformationszeit überstand der Konvent hingegen mit nur relativ wenigen Übertritten zur neuen Lehre.
Im Geist der Spätrenaissance herrschte in Niederaltaich kulturell und wissenschaftlich reges Leben. Es erfuhr einen schweren Rückschlag im Dreißigjährigen Krieg, denn trotz ihrer Wehrmauern wurde die Abtei durch schwedische Truppen 1634, 1641, 1647 und 1648 total verwüstet. Brandkatastrophen der Jahre 1671 und 1685 vernichteten wieder den bescheidenen Neuanfang.

Die barocke Innenausstattung der frühgotischen Abteikirche wurde abgeschlossen im Jahr 1727.

Seit 1948 führen die Altaicher Benediktiner das musisch-neusprachlich orientierte Gymnasium St. Gotthard. 1959 entstand auf dem Klosterareal eine Katholische Landvolkshochschule; dieses St.-Gunther-Haus ist seit 1971 ein Bildungszentrum der Diözesen Passau und Regensburg.

Nach den interessanten Erläuterungen bedankte sich der 1. Schützenmeister beim Reiseführer und überließ ihm zur Erinnerung an unsere Schützengesellschaft eine Tischuhr mit unserem Vereinslogo, die Zeit war nämlich schon reichlich knapp, um noch rechtzeitig um 12 Uhr am Passauer Dom zum Orgelkonzert einzutreffen.

 

Besuch des Orgelkonzerts im Passauer Dom

Mit knapp 18.000 Orgelpfeifen (je nach zählweise) größte Orgel der Welt

Rechtzeitig vor Beginn des Orgelkonzerts traf unsere Reisegruppe am Passauer Stefansdom ein, wo sie ein Orgelkonzert von besonderer Qualität erwartete.

Der Passauer Dom besitzt mit 17.774 Pfeifen bei 233 klingenden Registern und vier Glockenspielen die größte Kirchenorgel der Welt.

Weil die Bestuhlung nicht genügend Platz bot musste ein Teil unserer Gäste die abschließende Fuge von Johann Sebasitan Bach vor diesem Messeschrein verfolgen


Die fünf Teile der riesigen Orgel können gemeinsam vom Hauptspieltisch auf der Orgelempore gespielt werden und bieten ein unvergessliches akustisches Erlebnis. Zwischen 12 und 12.30 Uhr konnten sich die Besucher unserer Reisegruppe vom einigartigen Klang dieser Orgel überzeuge, bevor uns der Weg bei einsetzendem Regenwetter vom Dom zu Fuß zur Gastwirtschaft "Zum Bayerischen Löwen" in die Passauer Innenstadt führte, wo uns ein deftig bayerisches Mittagessen erwartete.

Warten auf die Bedienung im Gasthof "Zum Bayerischen Löwen"

Nach dem Mittagessen teilte sich unsere Reisegruppe, ein Teil der Reisegruppe schloß sich der Stadtführung an, andere unternahmen Erkundungen auf eigene Faust.

Stadtführung zu den Sehenswürdigkeiten in Passau

Die Stadtführerin führte unsere Reisegruppe abermals zum Stephansdom, wo wir nur wenige Stunden zuvor das Orgelkonzert besucht hatten. Hier erfuhren die Teilnehmer etwas zur Geschichte des Doms.

Die Bischofskirche wird urkundlich erstmals 730 erwähnt und ist seit 739 Kathedrale der Diözese. Bis zum heutigen Baubestand können fünf weitere Perioden unterschieden werden: Die agilolfingische Bischofskirche um 720, der frühgotische Dom, erbaut zwischen 1280 und 1325, der spätgotische Ostteil (1407-1560) und der barocke Neubau, errichtet zwischen 1668 und 1693. Der Stadtbrand von 1662 hat von den ersten vier Bauperioden keine sichtbaren Spuren hinterlassen. Erhalten blieb im Außenbau der spätgotische Ostteil. Mit dem barocken Wiederaufbau unter Einbeziehung der verbliebenen gotischen Teile wurde ein italienischer Dombaumeister beauftragt. Die gesamte Innenausstattung mit ihrem üppigen Stuckwerk und den Altaraufbauten des italienischen Hochbarocks war Giovanni Battista Carlone übertragen worden. Es entstand der größte barocke Kircheninnenraum nördlich der Alpen und die bedeutendste Barockkirche italienischer Prägung auf deutschem Boden.

Der Passauer Stefansdom

Besonders interessant für Böllerschützen: Nach dem letzten Brand fielen die Außenmauern des Doms infolge eines Böllerschiessens vollkommen in sich zusammen, worauf die Stadtführerin ihrerseits einige Informationen über den Handlungsablauf von Böllerschiessen erbat.

Abschließender Besuch des Passauer Rathauses

Nach der abschließenden Besichtigung des Rathaussaales trafen sich die Mitreisenden zu einer Donauschifffahrt, die sie in die Mündungen der Ilz und des Inn führte, jedoch war dieser Ausflug etwas zu kurz - nur eine dreiviertel Stunde dauerte der Ausflug mit dem Schiff. Dennoch - die Zeit reichte zur Unterhaltung über das Erlebte bei Kaffee und Kuchen. Und bis zum Abendessen im Bayerischen Löwen blieb noch genügend Zeit, um sich in Passau etwas umzusehen, und auf eigene Faust etwas zu unternehmen.

Abendessen im Gasthof "Zum Bayerischen Löwen"

Gegen 19.30 Uhr holte uns der Bus vom Gasthof "Zum Bayerischen Löwen" ab, wir brachen zur Rückfahrt auf, und gegen 21.30 Uhr trafen die Ausflügler wieder an der Kapellenstraße ein, wonach sich die Reisegruppe in kürzester Zeit auflöste.

1. Schützenmeister

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