Pistolenpreisschießen 2007
Jörg Weißel neuer Pistolenkönig

 

Petrus meinte es gut mit den Pistolenschützen der KPSG Fürth und ließ das Pistolenpreisschießen am 24. November 2007 bei weitgehend blauem Himmel und durchaus annehmbaren Novembertemperaturen stattfinden. Dem alten chinesischen Verkehrsgott Um-Lei-Tung hingegen waren die bevorstehenden Höchstleistungen offenbar nicht ganz geheuer. Jedenfalls sorgte er mit einer baustellenbedingten Straßensperre dafür, dass unser Schützenheim aus der Richtung Stadthalle/Billinganlage nicht mehr angefahren werden konnte.

Infolgedessen hatten sich beim offiziellen Beginn um 14.00 Uhr erst 8 Schützen und 1 Schützin im Pistolenzimmer eingefunden, was den noch amtierenden Pistolenkönig und langjährigen Vogelbauer Günter Meck zu der Überlegung veranlasste, den auch diesmal wieder von ihm gestifteten Vogel zukünftig nicht mehr so stabil zu bauen wie in den letzten drei Jahren.

Im Laufe der nächsten Stunde trafen dann aber doch noch 10 weitere Schützen ein, die sich auf abenteuerlichen Umwegen, so z.B. über Stadeln, zum Schützenhaus vorgearbeitet hatten. Zu diesen zählte auch Sportleiter Andreas Hertel, der für die Strecke vom Kellerberg zum Schützenhaus eine volle halbe Stunde benötigt hatte. Trotzdem waren schon um 14.00 Uhr sämtliche Vorbereitungen ordnungsgemäß abgeschlossen gewesen, weil Claus Kulla und Günter Kubich kurzerhand in die Bresche gesprungen waren und den Aufbau in ihre routinierten Hände genommen hatten.

Nach 15.00 Uhr waren schließlich insgesamt 18 Schützen und 1 Schützin versammelt, womit die diesjährige Teilnehmerzahl der des Vorjahres genau entsprach. Während sich die Spätankömmlinge noch auf das Schützenhaus zubewegten, hatten die bereits Anwesenden unter Leitung von Claus Kulla schon mit dem Kleinkaliberschießen auf den Günter-Kubich-Pokal und die Festscheibe begonnen. Eine nennenswerte Verzögerung des Gesamtablaufs wurde so vermieden.

Das Kleinkaliberschießen war noch nicht zu Ende, als der 1. Schützenmeister Rüdiger Heinemann schnell entschlossen die günstige Gelegenheit ergriff und aus den Anwesenden eine "mobile Eingreiftruppe" für einen spontanen Mini-Arbeitsdienst rekrutierte. Mit vereinten Kräften wurde alsbald auf dem 50-Meter-Stand ein "gewichtiger" Betonring versetzt und in die richtige Position für die neue Regenwasserableitung gebracht.

Nachdem Jede/r 5 Pokalschüsse und einen Festschuss abgegeben hatte, ging es gegen 15.45 Uhr dem noch bei Sonnenschein in voller Schönheit erstrahlenden Königsvogel mit Großkaliberpistolen und -revolvern an den Kragen. Als scheidender Pistolenkönig war diesmal Günter Meck selbst dazu berufen, die ersten 3 Schüsse auf sein liebevoll gefertigtes Werk abzufeuern.



Der scheidende Pistolenkönig Günter Meck beim ersten Schuss


Beaufsichtigt wurde die Eröffnungsphase des Pistolenkönigsschießens von Mitgliederverwalter Claus Kulla und Schatzmeister Thomas Irmler, während sich die für das Pistolenpreisschießen insgesamt verantwortliche 2. Schützenmeisterin Manuela Paul mit Unterstützung von Sportleiter Andreas Hertel um die Auswertung der beschossenen Kleinkaliberscheiben kümmerte. Im weiteren Verlauf des Schießens wurde Claus Kulla erst von Günter Kubich und später von Andreas Hertel abgelöst, wobei sich die Lage für den Vogel ständig zuspitzte und dem entsprechend die Spannung stieg:

Um 16.19 Uhr schoss Thomas Irmler dem Vogel innerhalb einer Serie beide Krallen ab.

Um 16.27 Uhr verlor der Vogel den rechten Flügel durch einen Treffer von Ulrich Ohle.

Etwa eine Stunde später brachte Günter Kubich den Vogel in die "stabile Seitenlage" (Kopf mit Krone auf 9 Uhr).

Um 17.38 Uhr verlor der Vogel den linken Flügel durch einen Treffer von Alexander Hertel.



Gespannte Beobachter am Fenster



Entspannte Beobachter im Hintergrund


Um 17.50 Uhr degradierte Roland Zwack den Vogel zum "Geier Sturzflug" (Kopf mit Krone auf 7 Uhr).

Um 17.55 Uhr schoss Oliver Hick den Vogel als solchen ab – allein, es blieb ein Stück Holz am Balken hängen.

Pünktlich um 18.00 Uhr machte schließlich Jörg Weißel der Sache ein Ende. Mit einem gutgezielten Treffer beförderte er auch das letzte Stück Holz fachgerecht auf den Boden und gewann damit die Pistolenkönigswürde 2007.



Sportleiter Andreas Hertel gratuliert dem neuen Pistolenkönig Jörg Weißel


Nachdem sich die Erleichterung der Anwesenden über den endlich gefallenen Vogel in herzlichen Gratulationen an den frischgebackenen Pistolenkönig Luft gemacht hatte, begab man sich zielstrebig in die Schießhalle, wo bereits ein von unserem bewährten Gastro-Team zusammengestelltes, herzhaftes Buffet auf König und Gefolge wartete. Bis dahin hatte Manuela Paul mit stetig nachgelegten Snacks das Überleben der Teilnehmenden gesichert.

Als Nächstes waltete der 1. Schützenmeister seines Amtes. Er erklärte Jörg Weißel offiziell zum neuen Pistolenkönig und bedankte sich nochmals bei dessen Vorgänger Günter Meck für die Anfertigung des Königsvogels.



Dem König wird gehuldigt


Günter Meck überreichte Jörg Weißel einen schönen Bierseidel als Geschenk, bevor Rüdiger Heinemann die übrigen Ergebnisse des Tages bekannt gab.

Den Günter-Kubich-Pokal gewann Sonja Pierskalla mit 49 Ringen, den besten Festschuss konnte Stefan Pierskalla für sich verbuchen.

Zum Abschluss des offiziellen Teils zog Sportleiter Andreas Hertel ein positives Resümee seines ersten Pistolenkönigsschießens, bedankte sich bei Allen für den gelungenen Verlauf und eröffnete das Buffet.

Bei einem schmackhaften Abendessen, zu dem die Anwesenden mit dem von Hans Reif gespendeten "Willi" auf das Wohl des neuen Pistolenkönigs anstoßen konnten, klang der Abend in geselliger Runde aus.


Stefan Pierskalla
Schriftführer

 

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