Vereinsausflug zum BR nach München und Riedenburg am 16.9.2000
Bildergalerie zum Vereinsausflug
Reisen bildet - das sagt zumindest ein bekanntes Sprichwort. Für die Teilnehmer des diesjährigen Vereinsausfluges bedeutet dies jedenfalls, dass sie mit einer VielzahL von Informationen und Eindrücken beladen zurückgekehrt sind, und sich nach diesem Ausflug durch einen deutlichen Wissensvorsprung von den zurückgebliebenen Mitgliedern unterscheiden. So dürfte von den zuletzt Genannten kaum jemand wissen, dass es auf unserer Erde nur 2 Greifvogelarten gibt, die in allen 5 Kontinenten unserer Erde zu finden sind, ebenso dürfte den allermeisten nicht bekannt sein, dass bei den öffentlich rechtlichen Sendern nur 4 % ihrer Einnahmen aus Werbeetats stammen, und dass der Medienrat als Kontrollorgan der privaten Medienanbieter zu 20% aus dem Gebührenaufkommen der Rundfunk-u. Fernsehgebühr stammt. Auch ist jetzt so manchem klar geworden, wie ein Fernsehbild entsteht, und welchen Weg es vom Fernsehstudio in die Wohnzimmer der privaten Haushalte nimmt.
Mit 31 Teilnehmern startete unser Bus an diesem Morgen pünktlich in Richtung Süden. Vorbei an der ICE - Neubautrasse ging es zunächst nach München, wo die Produktionsstätten des BR besucht werden konnten. Um 10.oo Uhr übernahm Hr. Richter, der Pressesprecher des BR unsere Gruppe, und erläuterte den Teilnehmern den Ursprung des Münchener Radiosenders im Jahr 1924. In einer Zusammenfassung der Gebäudeentwicklung und der wichtigsten Etappen der technischen Fortschritte des Rundfunks und Fernsehens schilderte Hr. Richter der Gruppe die Entwicklung bis zum heutigen digitalen Fernsehen, streifte technische Details wie die Anzahl der beim Fernsehen übertragenen Zeilenzahl, nannte die Bildwechselfrequenz, die sich von der des Kinobildes geringfügig unterscheidet, und führte die Besucher durch Studios, Produktionswerkstätten und die imposante Requisitenkammer des BR, die vielen von uns eher wie eine riesige Lagerstätte für einen gigantischen Flohmarkt in München vorkam.
Nach dem Mittagessen stand der Besuch zur Greifvogelschau in Riedenburg an, die viele Teilnehmer trotz der Nähe zur fränkischen Heimat noch nicht kannten. In eindrucksvollen Flugvorführungen erlebten die Teilnehmer, wie elegant diese dressierten Raubvögel Hindernissen ausweichen und wie extrem geräuscharm und schnell sie sein müssen, um in Freiheit Beute schlagen zu können. Neben vielen Fakten, die sie hierbei erfuhren, erlebten die Teilnehmer eine wirklich sehenswerte Flugschau der eleganten Greife, die in Freiheit eher selten zu beobachten sind, und die sich dort - im Gegensatz zur Falknerei in Riedenburg - eher scheu verhalten.
Zwar waren heuer mit 31 Teilnehmern wieder unerwartet wenig Teilnehmer mit dabei, aber den Trend zur individuellen Reise in kleinen Privatgruppen ist leider nicht nur bei uns zu beobachten. Sehr viele Vereine leiden darunter, dass Jahr für Jahr immer mehr Mitglieder ihren individuellen Trends folgen, und dass sich Jahrein Jahraus leider immer weniger Interessierte zusammenfinden, die an Vereinsausflügen teilnehmen. Insofern hat der Organisator des diejährigen Vereinsausfluges, Hans Hartung, nicht viel verkehrt gemacht.
An dieser Stelle sei ihm für die Organisation und für die Planung des diesjährigen Vereinsausfluges noch einmal im Namen aller Schützen sehr herzlich gedankt, und wir würden uns freuen, wenn es auch im kommenden Jahr wieder gelingt, genügend Teilnehmer für den nächsten Vereinsausflug gewinnen zu können, der dann voraussichtlich ebenfalls im September zur Satellitenstation nach Raisting führen soll.